Pegasos

Geflügeltes PferdGriechische Mythologie

Griechische Mythologie · Aus Medusas Blut geboren · Reittier der Götter

Geburt — Aus Medusas Blut

Pegasos wird in einem Moment gemischter Gewalt und Schönheit geboren. Als Perseus der Gorgo Medusa den Kopf abschlägt, entspringen zwei Wesen ihrem auf den Meeresschaum vergossenen Blut: der Riese Chrysaor und das geflügelte Pferd Pegasos. Als Sohn von Poseidon und Medusa ist er sowohl dem Tod als auch dem Göttlichen entstammt.

Auf dem Olymp vertraut Zeus ihm die heilige Aufgabe an, Blitz und Donner zum Herrn der Götter zu tragen. Pegasos ist einsam, gegenüber Sterblichen misstrauisch, und lebt abseits der Unruhen — ein Symbol absoluter Freiheit, für jene unerreichbar, die es nicht verdienen, ihn zu reiten.

Bellerophon — Der Held & die Chimäre

Bellerophon, Sohn des Glaukos oder vielleicht Poseidons selbst, träumt davon, Pegasos zu reiten. Auf Rat des Sehers Polyidos verbringt er eine Nacht im Tempel der Athena und findet bei Tagesanbruch ein goldenes Zaumzeug, das die Göttin geschenkt hat. Er findet Pegasos beim Trinken am Pirene-Brunnen, zäumt ihn auf und hebt ab.

Zusammen sind sie unbesiegbar. Bellerophon besiegt die Chimäre — ein Monster mit Löwenkopf, Ziegenkörper und Schlangenschwanz — indem er ihren flammenwerfenden Rachen mit Pfeilen aus der Luft durchlöchert. Er besiegt dann die Amazonen und die Solymer, alle Feinde, die König Iobates gegen ihn schickt.

Doch Hybris verdammt ihn: Er versucht, auf Pegasos' Rücken den Olymp zu erreichen. Zeus schickt eine Bremse, um das Pferd zu stechen; Pegasos bäumt sich auf und Bellerophon fällt, gebrochen, blind, allein umherirrend bis zum Tod. Pegasos setzt seinen Flug fort und schließt sich den göttlichen Stallungen an.

Das Sternbild

Das Sternbild Pegasos ist das siebtgrößte am Himmel. Es befindet sich auf der Nordhalbkugel, nördlich von Andromeda, südöstlich der Fische und südlich des Wassermanns. Sein Hauptasterismus, das Pegasusquadrat aus vier hellen Sternen, ist einer der auffälligsten Wegweiser am Herbsthimmel.

Pegasos verkörpert in der antiken Dichtertradition kreative Inspiration — die Hippokrene-Quelle der Musen sprang dort auf, wo sein Huf den Fels des Helikon traf. Das geflügelte Pferd ist somit der Bote zwischen der Welt der Sterblichen und der der Götter.

In Saint Seiya

Protagonist

Seiya des Pegasos ist der zentrale Held der Serie. Wie Pegasos in einem Moment der Gewalt geboren wird, bevor er sich dem Licht entgegenhebt, ist Seiya ein verstoßenes Kind, als Kind ans Ende der Welt geschickt, um unter extremen Bedingungen zu trainieren — und das transformiert zurückkommt, die ikonischste Rüstung der Serie tragend.

Sein Angriff, Ryūsei Ken — der Pegasos-Meteor — entfesselt einen Fausthagel mit nahezu Lichtgeschwindigkeit, direktes Bild eines geflügelten Pferdes, das durch den Sternenhimmel jagt. Wie Pegasos Zeus' Blitz trägt, trägt Seiya Athenas Kosmos.

Die Parallele zu Bellerophon ist ebenfalls vorhanden: Seiya, wie der thrakische Held, stellt sich als unüberwindbar geltenden Hindernissen und weigert sich, einem ihm aufgezwungenen Schicksal zu beugen. Aber im Gegensatz zu Bellerophon ist sein Streben nach den Göttern kein Hochmut — es ist Hingabe.

Attribute

NaturGöttliches Flügelpferd
ElternPoseidon & Medusa
Geritten vonBellerophon, Perseus
SymbolFreiheit, Inspiration
Sternbildgröße7. größtes am Himmel
Pegasos — geflügeltes Pferd der Mythologie
Pegasos in der Mythologie
Das Pegasos-Sternbild
Das Pegasos-Sternbild
Seiya — Ritter des Pegasos
Seiya — Ritter des Pegasos
Pegasos-Rüstung — Saint Seiya
Pegasos-Rüstung