Io
Vergöttlichte SterblicheGriechische MythologieGriechische Mythologie · Priesterin der Hera · Zur weißen Kuh verwandelt
Die Priesterin & Zeus
Io ist die Tochter des Flussgottes Inachos von Argos. Als Priesterin im Dienst der Hera in ihrem Tempel zu Argos fiel sie Zeus auf. Eine geheime Liebesbeziehung folgte. Als Hera, argwöhnisch, auf die Erde herabstieg, um ihren Gatten zu überraschen, verwandelte Zeus Io rasch in eine prächtige weiße Kuh, um sie zu verbergen. Hera, ungetäuscht, forderte die schöne Kuh als Geschenk. Zeus, gezwungen zu gehorchen, um keinen weiteren Verdacht zu erregen, fügte sich.
Argus mit den hundert Augen
Hera übertrug die Bewachung von Io dem Riesen Argus Panoptes — "Argus, der alles sieht" — einem Wächter mit hundert Augen, von denen stets fünfzig wach blieben, während die anderen fünfzig schliefen. Niemand konnte sich Io nähern, ohne dass er es sah. Zeus, verzweifelt darüber, seine Geliebte zu befreien, schickte Hermes.
Der Götterbote näherte sich Argus in der Gestalt eines Hirten, setzte sich neben ihn und erzählte ihm eine endlos lange und langweilige Geschichte, begleitet vom betörenden Klang seiner Syrinx. Eines nach dem anderen schlossen sich die hundert Augen des Riesen. Hermes schlug ihm dann den Kopf ab. Zum Gedenken an ihren treuen Wächter ließ Hera seine hundert Augen auf den Schweif des Pfaus setzen — ihr heiliges Tier, dessen Gefieder seitdem diese schillernden "Augen" trägt.
Die Irrfahrt & Befreiung
Ihre Rache noch nicht gestillt, schickte Hera eine Bremse, die die Kuh unaufhörlich stach und wahnsinnig machte. Io floh durch unzählige Länder, von Schmerz und dem Insekt getrieben. Am Kaukasus begegnete sie Prometheus, der noch von Zeus an den Felsen gekettet war. Der Titan offenbarte ihr, dass ihre Befreiung an den Ufern des Nils geschehen würde. Io eilte weiter.
Auf ihrem Weg überquerte sie die Meerenge zwischen Europa und Asien — die die Alten seitdem Bosporus ("Kuhfurt") nannten. Das Meer, das ihren Namen erhielt, wurde Ionisches Meer genannt. In Ägypten gab Zeus Io ihre menschliche Gestalt zurück. Sie gebar Epaphos, der mit dem heiligen Stier Apis gleichgesetzt wurde, und Io mit der Göttin Isis.
In Saint Seiya
Stier-KonstellationDer Mythos der Io ist eng mit der Stier-Konstellation verknüpft. Die weiße Kuh des Zeus, Symbol für Schönheit und Rinderkraft, liegt den Verbindungen zwischen dem Stier und den Göttern zugrunde — eine Symbolik, die das Sternbild Stier am Himmel fortführt.
In Saint Seiya ist der Goldritter des Stiers Aldebaran — dessen Name der des hellsten Sterns der Konstellation ist. Ein Riese von kolossalen Ausmaßen und unvergleichlicher roher Kraft, verkörpert Aldebaran die Urkraft des mythologischen Stiers. Sein Kosmos, der mit der Erde und der Urkraft verbunden ist, spiegelt den heiligen Ochsen der Alten wider, jenes göttliche Tier, dessen unwillkürliche Verkörperung Io war.
Eigenschaften


Geografisches Erbe