Saint Seiya - Der Live-Action-Film
Die Ritter des Zodiaks im Kino · 2023 · Regie: Tomasz Baginski

Einleitung
1986 erstmals veröffentlicht, hat sich Saint Seiya, auch bekannt als "Ritter des Zodiaks", als Eckpfeiler des Shonen-Genres etabliert, das sich hauptsächlich an Jugendliche richtet. Diese Serie, die sich frei von verschiedenen Mythologien, hauptsächlich der griechisch-römischen, inspirieren lässt, erzählt die Saga von Seiya, einem jungen Ritter, der darin ausgebildet wurde, die Reinkarnation von Athena, bekannt als Saori Kido, zu beschützen.
Das Adaptionsdesaster
Trotz einiger glänzender Momente opfert der Film "Ritter des Zodiaks" die Authentizität und Identität des Mangas zugunsten einer originlosen Young-Adult-Geschichte. Der Regisseur versucht teilweise, die Mythologie des Mangas nachzubilden, doch nur der Prolog gelingt dies erfolgreich. Der Rest des Films verirrt sich in einer repetitiven, abgedroschenen Formel und versäumt es, dem Erbe der Serie Tribut zu zollen.

Ein oberflächliches Universum
Der Film "Ritter des Zodiaks" hat immerhin das Verdienst, übermäßiges Fan-Service zu vermeiden und nicht der Versuchung nachzugeben, die ikonischen Figuren des Mangas en masse zu präsentieren, um von seinen Schwächen abzulenken. Er zieht es vor, sich auf eine behutsame Einführung seines Universums zu konzentrieren und taucht nicht einmal in den Heiligtums-Arc ein. Leider bleiben Handlungsstränge und Charaktere wenig entwickelt, die Nebenfiguren ohne narrative Substanz und das Publikum ohne jede Möglichkeit zur Empathie.

Flüchtiges visuelles Spektakel
Tomasz Baginski beweist sein Geschick in der Inszenierung von Actionszenen und bietet gelegentlich beeindruckende Sequenzen sowie erfrischende Kampfchoreografien. Allerdings lässt der Missbrauch von Zeitlupen und rotierenden Spezialeffekten das Kinoerlebnis an Reiz verlieren und hinterlässt beim Publikum ein Gefühl der Übersättigung.

Fazit
Zusammenfassend enttäuscht die neue Kinoadaption von Saint Seiya, "Ritter des Zodiaks", unter der Regie von Tomasz Baginski die Fans, indem sie das Wesen des Mangas zugunsten einer farblosen, originlosen Geschichte opfert. Der Film bemüht sich, das geliebte Universum der Ritter des Zodiaks nachzubilden, verliert sich aber in einer Geschichte ohne Charme oder Tiefe. Trotz einiger visuell beeindruckender Momente gelingt es dem Film nicht, die Magie und Seele des Originals einzufangen, und verurteilt diese Adaption zur Vergessenheit.
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